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Offene Veranstaltungen


Semesterthema Garten

Tag der offenen Gärten

In Zusammenarbeit mit dem BUND, Ortsgruppe Ehingen und der Lokalen Agenda

Sonntag, 3. Juni
14 - 18 Uhr

Der Garten ist gestaltete Natur im Kleinen. Wir sind die Gestalter und Erhalter und natürlich auch seine Nutznießer. Der Garten ist Erholungsraum, gelebte Philosophie, Nahrungslieferant, Naturreservat, Augen- und Insektenweide, Freizeitvergnügen, Repräsentations- und Kunstareal und sehr vieles mehr. Wir finden in ihm Schönheit, Geborgenheit, Ruhe und Frieden. In ihm können wir den Kreislauf der Natur erleben und uns als Teil desselben begreifen. Gärten machen Arbeit, der wir uns meist gerne hingeben. Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Aufgaben, ihre eigenen Glanz- und Höhepunkte und ihre eigenen Früchte.

Gärten sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie anlegen und pflegen: Mit den unterschiedlichsten Intentionen. Im Garten erkennen wir uns wieder: unsere Freuden, unsere Gelassenheit und unser Wollen.
Der Garten war zu allen Zeiten ein umfriedeter Bereich, eine eigene Welt - unsere eigene Welt, zu der nur wenige Zugang haben. Am 1. Sonntag im Juni möchten wir die Möglichkeit schaffen, Gärten zu öffnen und Interessierten zu zeigen. Besucher haben dann die Möglichkeit, die geöffneten Gärten zu betrachten, sich Anregungen für die eigene Gartengestaltung zu holen und eine möglichst große Bandbreite unterschiedlichster Gärten zu besuchen.
Beteiligen Sie sich und geben Sie anderen die Möglichkeit, einen Blick in Ihren Garten zu werfen. Wenn Ihr Garten auf dem Gebiet der Großen Kreisstadt Ehingen liegt, so rufen Sie uns an oder schicken Sie uns ein Mail und teilen Sie uns mit, wo Ihr Garten liegt, ob es sich um einen Gemüse-, einen Zier-, einen Baumgarten handelt. Ob Sie einen Garten mit Teich, einen kleinen Park oder eine andere Besonderheit in Ihrem Garten haben, die nicht alltäglich ist.

Wir freuen uns auf Ihre Meldung bis 8. April.

Volkshochschule Ehingen
Spitalstraße 30
Tel: (0 73 91) 503 503
E-Mail: vhs@ehingen.de


Urban Gardening - Stadt neu denken

Ein Vortrag von Dr. Christa Müller
In Zusammenarbeit mit dem BUND, Ortsgruppe Ehingen und der Lokalen Agenda

Donnerstag, 7. Juni, 19.30 Uhr
Franziskanerkloster, Spitalstraße 30
€ 5,00

In den westlichen Großstädten wird seit einigen Jahren Obst und Gemüse angebaut von jungen Akteuren und im öffentlichen Raum. In Gemeinschaftsgärten, City Farms und mobilen urbanen Landwirtschaftsprojekten suchen die Akteure einer neuen Gartenbewegung die Begegnung mit der Natur - und mit anderen. Sie gestalten gemeinschaftlich einen innerstädtischen Naturerfahrungsraum, beleben die Nachbarschaft, essen zusammen und empfehlen sich der Kommunalpolitik als kompetentes Gegenüber in Sachen Stadtplanung.
In den neuen urbanen Gärten zeigen sich außerdem erste Konturen einer Postwachstumsgesellschaft. Dabei steht nicht nur die industrialisierte Nahrungsmittelproduktion zur Disposition. Auch die moderne Polarität von Stadt und Land erhält Risse. Die Referentin stellt die Diagnose, dass in den westlichen Großstädten ein verändertes Verständnis von Urbanität entsteht, in dem die neuen Gärten mit ihren Kulturen des Selbermachens und der Re-Etablierung von Nahbezügen eine Vorreiterrolle spielen.

Der Vortrag von Christa Müller beleuchtet unterschiedliche Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in die Städte, präsentiert einige der neuen Projekte und ordnet die Aktivitäten zeitdiagnostisch ein.
Dr. Christa Müller ist Soziologin und Vorstand der "anstiftung". Sie forscht zu Do-it-yourself-Kulturen als Formen postindustrieller Produktivität.



Ausstellungen im Franziskanerkloster

Genommene Kindheiten

Fotoausstellung Manar Bilal

Eröffnung: Mittwoch, 7. März, 19 Uhr
Franziskanerkloster, Spitalstraße 30

Der syrische Fotograf und Filmemacher Manar Bilal hat drei Jahre in Flüchtlingslagern im Libanon, in der Türkei und in Jordanien als Helfer gearbeitet. Mit seinen Bildern gibt er den Kindern eine Stimme, die bisher nur Krieg und Lagerleben kennengelernt haben. Kinder, denen das Recht auf ihre Kindheit und auf Bildung vorenthalten wird. Er zeigt ihr Leben in den Lagern, wie sie versuchen, durch kleinere Arbeiten das Leben ihrer Familien dort zu verbessern. Und er appelliert an die Betrachter, diese Generation nicht zu vergessen, sondern ihr zu helfen.
In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Ulm.
Die Ausstellung ist bis Ende Mai im Franziskanerkloster zu sehen.
Eintritt frei.


Farben - Formen

Ausstellung Wolodimir Rogozinski

Eröffnung: Mittwoch, 6. Juni, 19 Uhr
Franziskanerkloster, Spitalstraße 30

Wolodimir Rogozinski ist Architekt, Programmierer und Künstler und stammt aus Kiew. Ein Teil seiner Kunst schafft er mit dem Computer. Er generiert Formen, die vielfältige Räume bilden und vielleicht futuristische Baukörper oder Formen geschnittener Schmucksteine sein könnten.
Er malt Bilder am Computer aus unzählig übereinander liegenden Farbschichten, die von innen heraus leuchten wie mittelalterliche Glasfenster und den Betrachter magisch anziehen. Rogozinski greift aber auch zum Pinsel und malt auf Leinwand. Hier sind es wiederum die vielgestaltigen Formen, die ihn interessieren.
Eintritt frei


Vorträge

Terrorangst und die schwierige Abwägung von Freiheit und Sicherheit

Ein Vortrag von Dagmar Neubert-Wirtz

Donnerstag, 22. März, 19.30 Uhr
Franziskanerkloster, Spitalstraße 30
€ 5,00

In der aktuellen und vergangenen politischen Diskussion um Sicherheit, Angst vor Terror, Flüchtlingspolitik werden Grundrechte gegeneinander abgewogen: Jeder politisch verfolgte genießt Asyl - aber nur bis zu einer bestimmten Obergrenze im Jahr? Wir sind frei - aber auf öffentlichen Plätzen videoüberwacht? In dubio pro reo - aber Gefährder bekommen ihren Pass entzogen, wenn der Verdacht besteht, sie könnten ins Ausland in ein Ausbildungscamp gehen?
Nach allen terroristischen Vorkommnissen wurden schnell Rufe nach stärkeren Sicherheitsgesetzen, Überwachung, Kontrolle laut - tauschen wir Freiheit gegen Sicherheit? Welche Abwägungsprozesse werden vollzogen (z.B. die Freiheit des einzelnen endet da, wo die Freiheit des anderen anfängt)?

Dagmar Neubert-Wirtz ist Diplom-Politikwissenschaftlerin und Diplom-Soziologin. Sie war 15 Jahre für die Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bundestages tätig.


Zerfällt das Europäische Haus?

Konstruktionsfehler der Europäischen Union
Ein Vortrag von Dagmar Neubert-Wirtz

Donnerstag, 17. Mai, 19.30 Uhr
Franziskanerkloster, Spitalstraße 30
€ 5,00

Europa stolpert von einer Krise in die nächste. Griechenland, Brexit, Jugendarbeitslosigkeit, Rechtspopulismus, Flüchtlingsquote und und und … Die Europäische Union hat 2012 mitten in der größten Vertrauenskrise den Friedensnobelpreis erhalten, was als Ermutigung und Mahnung zugleich aufgefasst wurde. Doch knirscht es ordentlich im Gebälk des Europäischen Hauses und eine Sanierung scheint erforderlich. In diesem Vortrag geht es um die Konstruktionsfehler der Gemeinschaft, um die Abwägung nationaler und europäischer Interessen und um die Ziele, den Daseinszweck der Europäischen Union.
Wie könnte es in Zukunft weitergehen mit der Europäischen Einigung?

Dagmar Neubert-Wirtz ist Diplom-Politikwissenschaftlerin und Diplom-Soziologin. Sie war 15 Jahre für die Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bundestages tätig.


Lesung

Kindheit in der Bretagne

Karl-Heinz Ott liest Chateaubriand

Mittwoch, 25. April, 19.30 Uhr
Franziskanerkloster, Spitalstraße 30
€ 5,00

Wer bei Chateaubriand nur an Rinderfilet denkt, ist wahrscheinlich ein Gourmet, kennt aber den größten Stilisten französischer Sprache nicht, Francois-René de Chateaubriand, geboren 1768 in Saint Malo, gestorben 1848 in Paris. Er ist in Frankreich so bekannt wie Goethe im deutschen Sprachraum. In Deutschland kennt man ihn nur bruchstückhaft.

In Chateaubriands Leben spiegeln sich ganze Epochen.
Die Neuübersetzung von Karl-Heinz Ott setzt mit Chateaubriands Geburt in Saint-Malo ein und reicht über den Sturm der Bastille, den er mit eigenen Augen erlebt hat, bis zu seinem Aufbruch nach Amerika. Chateaubriand gilt als der größte Stilist französischer Sprache. Wer ihn liest, vergisst nie wieder die Bilder, mit denen er vom Kleinsten bis ins Größte ganze Welten erstehen lässt. Allen voran aber sind sie eine Liebeserklärung an die Bretagne, die er in überwältigenden Landschaftsschilderungen beschreibt.

Der in Ehingen geborene Autor Karl-Heinz Ott liest aus seiner Übersetzung von Chateaubriands Texten und bringt uns diesen brillanten Geist nahe.


Tanz

Ehingen tanzt!
Tanznachmittag am Sonntag mit Livemusik

Sonntag, 18. März, 16 Uhr
Sonntag, 6. Mai, 16 Uhr
Franziskanerkloster, Spitalstraße 30

Tanzen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gesund und hält fit.
Beim Tanztee der Volkshochschule stehen Standard- und Lateintänze auf dem Programm. Alle, die gerne tanzen, sind bei diesem offenen Tanznachmittag herzlich willkommen. Langsamer und Wiener Walzer, Rumba, Quick Stepp, Tango, ChaChaCha, Jive, Samba, Disco Fox, Swing.

Lassen Sie sich mitnehmen auf eine musikalische Reise durch die Tanz- und Unterhaltungsmusik und genießen Sie einen entspannten Tanznachmittag.
Das besondere an den Tanznachmittagen ist die Livemusik.
Eintritt € 7,00 an der Tageskasse.


Wirtshaus Danz mit der Spundlochmusig
Volkstanzabend im Stadl der Ehinger Rose

Samstag, 21. April, 19 Uhr
Gasthaus Ehinger Rose, Stadl, Hauptstraße 10

Moderation und Tanzanleiter: Wurf Wager
In Kooperation mit dem Arbeitskreis Volksmusik des Landesmusikrats Baden-Württemberg lässt das Kulturamt eine alte Tradition wieder aufleben: den "Wirtshausdanz".

Echte, unverfälschte und unverstärkte Volksmusik, wie sie aus verschiedenen Jahrhunderten überliefert wurde, wird von dem Volksmusikensemble Spundlochmusig gespielt und sie soll nicht nur in die Ohren, sondern auch in die Beine gehen. Die Musik lädt zu Rundtänzen wie Rheinländer, Polka, Walzer, Zwiefacher und Ländler oder auch zu "leichten Figurentänzen nach Ansage" ein:
Auf diese Weise soll Volksmusik nicht nur im eher engen Kreis der organisierten Volkstanzgruppen gespielt und getanzt werden, die Musik soll dorthin zurückgeholt werden, wo sie zu Uromas und Uropas Zeiten ganz selbstverständlich erklang: im Wirtshaus. Wohlgemerkt: Man kann mittanzen, muss es aber nicht.
Wer nur zuhören will, ist genauso willkommen.

info:
Der deutsche Volkstanz ist Anfang des Jahres 2016 von der Unesco in die nationale Liste des immateriellen Kulturgutes aufgenommen worden.


Salsa-Nacht

Samstag, 12. Mai, 20 Uhr,
Franziskanerkloster, Spitalstraße 30
mit Showeinlage von Sebastian und Roxana

Salsa ist wie viele lateinamerikanische Tänze ein Lebensgefühl und ein Tanz. Wenn man sich fragt, woher der Salsa kommt, ist die Antwort nicht so einfach.
Von Kuba? Von Puerto Rico? Nordamerika? Entsprechend haben sich auch verschiedene Stile herausgebildet. Bei der Salsa-Nacht können alle getanzt werden, Cubana und New York Stil, Hauptsache es macht Spaß.

Ab 20 Uhr legt DJ Sebastian im Ernst-und-Anna-Rumler-Saal die coolen lateinamerikanischen Rhythmen auf und lädt alle zum Mittanzen ein. Eine kleine Salsa-Show mit Bachata und Merenge wird es ebenfalls geben.
Let"s dance Salsa!



Literatursommer Baden-Württemberg

Selbstbehauptung durch Literatur - Maria Beigs schreibendes Überleben

Vortrag und Lesung mit Prof. Peter Blickle
Donnerstag, 5. Juli, 20 Uhr
Franziskanerkloster, Spitalstraße 30
Eintritt frei

Der Germanist und Romanautor Peter Blickle stellt das Werk Maria Beigs unter dem Aspekt des Lebens in der untergehenden bäuerlichen Welt Oberschwabens vor.
Maria Beig erzählt aus der Perspektive von Frauen und einer Haltung eines zutiefst empfundenen Humanismus.
Ihre Beschreibungen schildern die bäuerliche Welt Oberschwabens nicht als Idyll einer verschwindenden Gesellschafts- und Werteordnung, sondern als eine Lebensordnung, in der viel wortlos erduldet wurde - vornehmlich von Frauen. Maria Beig erkennt in ihnen ein Lebendig-Sein, mit Schwächen, Beschränkungen und Schmerzen, und ein Lebendig-Sein als Kreatur, die in einer eigenen, individuell bemessenen Zeit lebt, hofft und liebt - und die es somit verdient, in der Sprache der Literatur aufgehoben zu werden.

Professor Peter Blickle hat einen Lehrstuhl für deutsche Literatur und Gender und Women"s Studies an der US-amerikanischen Western Michigan University in Kalamazoo inne. Er promovierte an der University of Michigan mit einer Arbeit über Maria Beig und ist zusammen mit Franz Hoben Herausgeber der fünfbändigen Werkausgabe Maria Beigs beim Tübinger Klöpfer und Meyer Verlag.

Professor Blickle lässt lesend und vortragend die Autorin zu Wort kommen. Seine Studien auf dem Gebiet Gender und Women"s Studies erlauben auch Einblicke in die beschriebenen Frauenleben unter dem Genderaspekt und in die gesellschaftlichen Bedingungen, die es Frauen besonders schwer machten, ein eigenes, individualisiertes Leben zu führen. Prof. Blickle wird auch auf Maria Beigs Lebensweg und die Selbstbestätigung eingehen, die sie durch die Literatur erfuhr, mit der sie - im wörtlichen und übertragenen Sinn - schreibend überlebte.
Prof. Blickles Vortrag und Lesung ist eine Veranstaltung im Rahmen des Literatursommers Baden-Württemberg und wird von der Baden-Württemberg-Stiftung gefördert.


Kriminell weiblich - Oberschwäbische Kriminacht

Freitag, 13. Juli, 19 Uhr
Franziskanerkloster, Spitalstraße 30
Eintritt frei

Frauen können nicht einparken - sagt man. Aber sie schreiben spannende und ideenreiche Kriminalromane. Und diese Krimiautorinnen gibt es auch im Gottgesegneten Oberschwaben. Hinter süßen Barockengelchen lauert mitunter doch ein Teufelchen - besser gesagt - eine kleine Teufelin.

Die drei Autorinnen Bettina Hellwig, Adi Hübel und Monika Küble lesen aus ihren Kriminalgeschichten und -Romanen, die allesamt in Oberschwaben und der Bodenseeregion spielen. Dazu wird jemand aus der praktischen Polizeiarbeit berichten. Cops unlimited, die Rockband, deren Mitglieder alle Polizisten des Polizeireviers Ehingen sind, umrahmen die Veranstaltung musikalisch. Sie werden verstärkt durch Marina Mast, die bereits für Voice of Germany kandidierte.
Kriminell weiblich ist eine Veranstaltung im Rahmen des Literatursommers Baden-Württemberg und wird von der Baden-Württemberg-Stiftung gefördert.